Ratgeber

Holzschutz: Holz richtig pflegen und rechtzeitig renovieren

 

Holz ist ein natürlicher und langlebiger Baustoff. Im Außenbereich ist es jedoch ständig Witterung, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Eine fachgerechte Beschichtung schützt die Holzoberfläche und trägt dazu bei, das Holz langfristig zu erhalten.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl der richtigen Beschichtung. Auch Untergrundvorbereitung, Konstruktion, Farbton, Holzart und Witterungsbeanspruchung beeinflussen die Lebensdauer einer Holzbeschichtung.

Die BFS-Fachregel Nr. 18 „Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich“ behandelt Erst-, Überholungs- und Erneuerungsbeschichtungen von Holzbauteilen im Außenbereich.

 


Warum braucht Holz im Außenbereich Schutz?

Holz kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Durch Regen, Sonne und Temperaturwechsel wird die Oberfläche zusätzlich beansprucht.

Ohne ausreichenden Oberflächenschutz können mit der Zeit beispielsweise entstehen:

  • Vergrauungen

  • Rissbildungen

  • abblätternde oder kreidende Beschichtungen

  • Feuchtigkeitseinträge

  • verwitterte Oberflächen

  • freiliegende Holzbereiche

Eine regelmäßige Kontrolle und rechtzeitige Instandhaltung hilft dabei, größere Schäden möglichst früh zu erkennen.

 


Wie oft muss Holz neu gestrichen werden?

Ein festes Renovierungsintervall für jedes Holzbauteil gibt es nicht.

Die erforderlichen Instandhaltungsintervalle hängen unter anderem ab von:

  • Holzart und Holzqualität

  • Konstruktion des Bauteils

  • Beschichtungssystem

  • Farbton und Pigmentierung

  • Ausrichtung und Lage des Bauteils

  • direkter oder geschützter Bewitterung

  • Feuchtebeanspruchung

  • mechanischer Beanspruchung

Die BFS-Fachregeln berücksichtigen solche unterschiedlichen Beanspruchungen und dienen als fachliche Grundlage für die Beurteilung von Holzbeschichtungen.

Orientierungswerte für Renovierungsintervalle

Für stark bewitterte Holzbauteile werden in der Fachliteratur, auf Grundlage der technischen Regelwerke, beispielsweise folgende Größenordnungen genannt:

Beschichtung Orientierungswert bei starker Beanspruchung
Lasierende Beschichtung ca. 2–3 Jahre
Deckende Beschichtung ca. 4–5 Jahre

Diese Werte sind keine festen Garantiezeiten. Je nach Konstruktion, Witterung, Holzqualität, Farbton und Beschichtungssystem können die tatsächlichen Intervalle deutlich abweichen.

Bei weniger stark beanspruchten Bauteilen können entsprechend längere Intervalle möglich sein.

Deshalb gilt: Holz regelmäßig kontrollieren und nicht erst bei deutlich sichtbaren Schäden renovieren.

 


Lasur oder deckender Anstrich?

Welche Beschichtung sinnvoll ist, hängt vom vorhandenen Holz, der Konstruktion und dem gewünschten Erscheinungsbild ab.

Lasierende Beschichtungen

Bei einer Lasur bleibt die natürliche Holzstruktur sichtbar.

Sie eignet sich beispielsweise für:

  • Holzfassaden

  • Dachuntersichten

  • Holzkonstruktionen

  • bestimmte Türen und Fensterläden

Die Pigmentierung und das gewählte Produkt beeinflussen dabei den Witterungsschutz und die Haltbarkeit.

Deckende Beschichtungen

Bei einem deckenden Anstrich wird die Holzoberfläche vollständig farbig beschichtet.

Damit lassen sich beispielsweise:

  • Holzfassaden farblich neu gestalten

  • Fensterläden auffrischen

  • Dachuntersichten beschichten

  • vorhandene Farbtöne verändern

Die Beschichtung sollte immer auf den vorhandenen Untergrund und das jeweilige Bauteil abgestimmt werden.

 


Warum ist die Vorbereitung so wichtig?

Eine neue Beschichtung kann nur dann dauerhaft funktionieren, wenn der Untergrund entsprechend vorbereitet wird.

Je nach Zustand des Holzes können beispielsweise erforderlich sein:

  • Reinigung

  • Entfernen loser Beschichtung

  • Schleifen

  • Ausbesserung beschädigter Stellen

  • Grundierung

  • Behandlung von besonders beanspruchten Bereichen

  • sorgfältige Vorbereitung von Kanten und Anschlüssen

Einfach eine neue Farbschicht auf eine bereits beschädigte oder nicht tragfähige Oberfläche aufzubringen, ist häufig keine fachgerechte Lösung.

Die Vorbereitung entscheidet wesentlich über die Qualität und Lebensdauer des neuen Beschichtungsaufbaus.

 


Holzfassaden regelmäßig kontrollieren

Holzfassaden sind je nach Gebäudeausrichtung unterschiedlich stark der Witterung ausgesetzt.

Besonders beansprucht werden häufig:

  • Wetterseiten

  • stark sonnenbeschienene Flächen

  • horizontale oder wenig geschützte Bauteile

  • Bereiche mit erhöhter Feuchtigkeit

  • Anschlüsse und Kanten

Deshalb kann es sinnvoll sein, eine Holzfassade regelmäßig zu kontrollieren und nicht auf ein festes Renovierungsjahr zu warten.

Frühzeitig erkannte Schäden lassen sich häufig einfacher bearbeiten als bereits stark verwitterte Holzoberflächen.

 


Holzfenster und Türen

Bei Fenstern und Außentüren ist ein funktionierender Beschichtungsaufbau besonders wichtig.

Neben der Optik sollte regelmäßig auf Veränderungen der Oberfläche geachtet werden.

Mögliche Anzeichen für einen notwendigen Pflege- oder Renovierungsanstrich sind:

  • matte oder stark verwitterte Oberfläche

  • beginnende Rissbildung

  • abblätternde Beschichtung

  • beschädigte Bereiche

  • sichtbares Holz an Stellen, die eigentlich beschichtet sein sollten

Für maßhaltige Holzbauteile gelten besondere Anforderungen an Beschichtung und Wartung. Die notwendigen Intervalle hängen unter anderem von Konstruktion, Beschichtung und Witterungsbeanspruchung ab.

 


Was passiert, wenn zu lange mit der Renovierung gewartet wird?

Wenn eine Beschichtung bereits deutlich geschädigt ist, steigt häufig der notwendige Vorbereitungsaufwand.

Aus einem einfachen Pflege- oder Renovierungsanstrich kann dann beispielsweise eine umfangreichere Instandsetzung werden.

Deshalb ist es sinnvoll, Holzoberflächen regelmäßig zu kontrollieren.

Frühzeitig renovieren statt später aufwendig sanieren.

 


Der richtige Zeitpunkt für einen Renovierungsanstrich

Der beste Zeitpunkt lässt sich nicht allein anhand des Alters einer Beschichtung bestimmen.

Wichtiger ist der tatsächliche Zustand der Oberfläche.

Wir empfehlen deshalb:

Kontrollieren → Schäden erkennen → Untergrund beurteilen → rechtzeitig renovieren

So kann der notwendige Arbeitsumfang frühzeitig eingeschätzt und geplant werden.

 


Holzschutz bei der Malerwerkstätte Munz

Die Malerwerkstätte Munz übernimmt Holzschutz- und Beschichtungsarbeiten in Gaildorf und Umgebung.

Wir bearbeiten unter anderem:

  • Holzfassaden

  • Holzfenster

  • Fensterläden

  • Türen

  • Dachuntersichten

  • Holzkonstruktionen

  • weitere Holzbauteile im Außenbereich

Vor Beginn der Arbeiten beurteilen wir den vorhandenen Zustand und stimmen die notwendigen Vorarbeiten sowie den Beschichtungsaufbau auf das jeweilige Bauteil ab.

Dabei berücksichtigen wir unter anderem die vorhandene Beschichtung, den Untergrund, die Bewitterung und die gewünschte Optik.

 


Unser Ablauf

1. Besichtigung

Wir sehen uns die vorhandenen Holzflächen und deren Zustand an.

2. Beurteilung

Wir prüfen Beschichtung, Untergrund und sichtbare Schäden.

3. Beratung

Wir besprechen mit Ihnen, ob eine Pflege, ein Renovierungsanstrich oder umfangreichere Vorarbeiten erforderlich sind.

4. Vorbereitung

Die Holzoberflächen werden entsprechend dem vorhandenen Zustand gereinigt, geschliffen und vorbereitet.

5. Beschichtung

Der abgestimmte Beschichtungsaufbau wird fachgerecht ausgeführt.

6. Abschlusskontrolle

Nach Fertigstellung kontrollieren wir die ausgeführten Arbeiten und übergeben die Flächen sauber.

 


Häufige Fragen zum Holzschutz

Wie oft muss eine Holzfassade gestrichen werden?

Ein pauschales Intervall gibt es nicht. Bei stark bewitterten Holzbauteilen werden je nach Beschichtungssystem häufig Orientierungswerte von etwa 2–3 Jahren für lasierende und etwa 4–5 Jahren für deckende Beschichtungen genannt. Entscheidend sind jedoch unter anderem Holzart, Konstruktion, Farbton, Beschichtung und Witterungsbeanspruchung.

Wann sollte eine Holzfassade renoviert werden?

Nicht erst dann, wenn die Beschichtung bereits stark abblättert oder das Holz deutlich verwittert ist. Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, den richtigen Zeitpunkt für Pflege oder Renovierung zu erkennen.

Was ist langlebiger – Lasur oder deckender Anstrich?

Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Haltbarkeit hängt von mehreren Faktoren ab. Bei stark beanspruchten Bauteilen können deckende Beschichtungen längere Renovierungsintervalle ermöglichen; die konkrete Eignung muss jedoch für das jeweilige Bauteil beurteilt werden.

Muss Holz vor dem Streichen geschliffen werden?

Das hängt vom Zustand der vorhandenen Oberfläche ab. Lose oder nicht tragfähige Beschichtungen müssen entsprechend entfernt bzw. vorbereitet werden. Der notwendige Vorbereitungsaufwand wird vor der Beschichtung beurteilt.

Kann man eine verwitterte Holzfassade einfach überstreichen?

Bei stark verwitterten oder beschädigten Oberflächen reicht ein einfaches Überstreichen häufig nicht aus. Die Oberfläche muss entsprechend ihrem Zustand vorbereitet und der Beschichtungsaufbau darauf abgestimmt werden.

Was beeinflusst die Haltbarkeit einer Holzbeschichtung?

Unter anderem Holzart und Holzqualität, Konstruktion, Beschichtungssystem, Farbton, UV- und Witterungsbeanspruchung sowie die regelmäßige Pflege und Wartung.

 


Fachgerechter Holzschutz in Gaildorf

Ihre Holzfassade oder Ihre Holzbauteile benötigen einen neuen Anstrich?

Wir beraten Sie gerne zum richtigen Zeitpunkt, zum passenden Beschichtungssystem und zu den notwendigen Vorarbeiten.

 

Malerwerkstätte Munz
Scheffelstraße 4 · 74405 Gaildorf
Telefon: 07971 8207

 

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Holz ist ein natürlicher und langlebiger Baustoff. Im Außenbereich ist es jedoch ständig Witterung, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen ausgesetzt.

Eine fachgerechte Beschichtung schützt die Holzoberfläche und trägt dazu bei, das Holz langfristig zu erhalten.

Entscheidend ist dabei nicht nur die Wahl der richtigen Beschichtung. Auch Untergrundvorbereitung, Konstruktion, Farbton, Holzart und Witterungsbeanspruchung beeinflussen die Lebensdauer einer Holzbeschichtung.

Die BFS-Fachregel Nr. 18 „Beschichtungen auf Holz und Holzwerkstoffen im Außenbereich“ behandelt Erst-, Überholungs- und Erneuerungsbeschichtungen von Holzbauteilen im Außenbereich.

 


 


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