Schimmel in Wohnräumen sollte nicht einfach überstrichen werden. Entscheidend ist, zunächst die Ursache des Befalls zu verstehen und die betroffenen Bereiche fachgerecht zu beurteilen.
Feuchtigkeit kann beispielsweise durch unzureichendes Lüften und Heizen, Wärmebrücken, Kondensation, bauliche Gegebenheiten oder Wasserschäden entstehen. Besonders an kalten Außenwänden, in Raumecken, hinter Möbeln oder an Fensterbereichen können sich erhöhte Feuchtigkeit und Schimmelbefall entwickeln.
Die folgenden Hinweise helfen Ihnen dabei, erste Anzeichen richtig einzuschätzen.
Schimmel kann sich durch unterschiedliche Erscheinungsbilder bemerkbar machen. Typische Anzeichen sind:
dunkle oder verfärbte Flecken an Wänden und Decken
punktuelle oder flächige Beläge
wiederkehrende Verfärbungen trotz Reinigung
muffiger oder auffälliger Geruch
feuchte Stellen oder erhöhte Oberflächenfeuchtigkeit
Das Erscheinungsbild allein lässt jedoch nicht immer auf die Ursache schließen. Deshalb sollte insbesondere bei wiederkehrendem oder größerem Befall die Feuchtigkeitssituation genauer untersucht werden.
Schimmel benötigt unter anderem Feuchtigkeit und geeignete Wachstumsbedingungen. Häufig spielen mehrere Faktoren zusammen.
Mögliche Ursachen können sein:
hohe Luftfeuchtigkeit
zu geringe Beheizung
Kondensation an kalten Oberflächen
Wärmebrücken
unzureichende Luftzirkulation
Feuchtigkeit nach einem Wasserschaden
bauliche oder konstruktive Ursachen
Feuchtigkeitseintrag von außen
Auch nach einer energetischen Sanierung können sich die Bedingungen im Gebäude verändern. Deshalb ist es wichtig, die jeweilige Situation individuell zu betrachten.
Regelmäßiges Lüften kann dazu beitragen, die Raumluftfeuchtigkeit zu reduzieren. Es ist jedoch nicht automatisch die Lösung für jeden Schimmelbefall.
Wenn Schimmel trotz angemessenem Lüften und Heizen immer wieder an derselben Stelle auftritt, können beispielsweise Wärmebrücken, besonders kalte Oberflächen oder andere bauliche Ursachen eine Rolle spielen.
In solchen Fällen ist es sinnvoll, nicht nur den sichtbaren Schimmel zu betrachten, sondern auch die möglichen Ursachen zu untersuchen.
Einfaches Überstreichen ist bei einem bestehenden Schimmelbefall in der Regel keine ausreichende Sanierungsmaßnahme.
Wird lediglich die sichtbare Oberfläche überarbeitet, bleibt die Ursache der Feuchtigkeit möglicherweise bestehen. Der Befall kann dadurch wieder auftreten.
Vor einer Sanierung sollte deshalb geklärt werden:
Wo befindet sich der Befall?
Welche Materialien sind betroffen?
Woher kommt die Feuchtigkeit?
Welche Maßnahmen sind für die betroffenen Flächen geeignet?
Der notwendige Sanierungsumfang hängt vom jeweiligen Schadensbild und den örtlichen Gegebenheiten ab.
Bei einem kleinen, oberflächlichen Befall können je nach Situation einfache Maßnahmen möglich sein. Dabei sollte insbesondere darauf geachtet werden, die Ursache der Feuchtigkeit zu erkennen und eine weitere Durchfeuchtung zu vermeiden.
Bei größeren Flächen, wiederkehrendem Befall, durchfeuchteten Materialien oder unklarer Ursache sollte eine fachgerechte Beurteilung erfolgen.
Besondere Vorsicht ist außerdem bei Personen mit gesundheitlichen Problemen oder erhöhter Empfindlichkeit gegenüber Schimmel geboten. In solchen Fällen kann zusätzlich eine ärztliche Beratung sinnvoll sein.
Bei einer fachgerechten Begutachtung werden die örtlichen Gegebenheiten betrachtet und verschiedene Messungen können eingesetzt werden.
Je nach Situation können beispielsweise untersucht werden:
Raumtemperatur
Oberflächentemperaturen
relative Luftfeuchtigkeit
auffällige Wandbereiche
mögliche Wärmebrücken
sichtbare Feuchtigkeitsschäden
Eine Wärmebildkamera kann dabei helfen, thermische Auffälligkeiten sichtbar zu machen. Sie weist jedoch nicht unmittelbar Schimmel nach.
Die Ergebnisse werden anschließend zusammen mit dem Schadensbild und den baulichen Gegebenheiten beurteilt.
Der genaue Ablauf hängt immer vom jeweiligen Schadensbild ab.
Grundsätzlich können folgende Schritte erforderlich sein:
1. Begutachtung
Sichtprüfung und Aufnahme des vorhandenen Schadensbildes.
2. Ursachenanalyse
Untersuchung möglicher Feuchte- und Temperaturprobleme.
3. Beratung
Besprechung der möglichen Ursachen und des weiteren Vorgehens.
4. Sanierung
Fachgerechte Entfernung beziehungsweise Behandlung der betroffenen Materialien und anschließende Überarbeitung der Flächen.
5. Vorbeugung
Hinweise zu Lüften, Heizen und Raumklima sowie gegebenenfalls Empfehlungen zur weiteren Verbesserung der Situation.
Ein angemessenes Raumklima kann helfen, Feuchtigkeitsprobleme zu reduzieren.
Grundsätzlich empfiehlt es sich:
Räume regelmäßig zu lüften
insbesondere nach dem Duschen, Baden oder Kochen zu lüften
Räume nicht dauerhaft auskühlen zu lassen
Möbel nicht unmittelbar vor kalte Außenwände zu stellen
die Raumluftfeuchtigkeit bei Bedarf mit einem Hygrometer zu kontrollieren
Die geeignete Lüftungs- und Heizweise hängt jedoch immer von Gebäude, Nutzung und baulichen Gegebenheiten ab.
Nach einer energetischen Sanierung können sich Temperaturverhältnisse und Luftaustausch in einem Gebäude verändern.
Wenn anschließend an bestimmten Stellen Feuchtigkeit oder Schimmel auftritt, sollte die Situation genau untersucht werden.
Insbesondere bei wiederkehrendem Befall kann es sinnvoll sein, Oberflächentemperaturen und mögliche thermische Auffälligkeiten zu überprüfen.
Eine fachgerechte Begutachtung kann insbesondere sinnvoll sein, wenn:
der Schimmel regelmäßig wiederkommt
größere Flächen betroffen sind
die Ursache nicht eindeutig ist
Feuchtigkeit in Bauteile eingedrungen sein könnte
ein Wasserschaden vorausgegangen ist
der Befall trotz eigener Maßnahmen erneut auftritt
bauliche Ursachen vermutet werden
Die Malerwerkstätte Munz unterstützt Sie bei der Beurteilung und Sanierung betroffener Innenräume.
Die Malerwerkstätte Munz ist auf die fachgerechte Beurteilung und Sanierung von Schimmelbefall spezialisiert.
Als TÜV-zertifizierte Fachkräfte für Schimmelsanierung unterstützen wir Sie bei der Ursachenanalyse, Beratung und fachgerechten Ausführung der erforderlichen Arbeiten.
Dabei können je nach Situation unter anderem Raum- und Oberflächentemperaturen, Luftfeuchtigkeit und thermische Auffälligkeiten berücksichtigt werden.
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Malerwerkstätte Munz
Scheffelstraße 4 · 74405 Gaildorf
Telefon: 07971 8207
Nein. Lüften und Heizen beeinflussen das Raumklima, sind aber nicht die einzige mögliche Ursache. Auch Wärmebrücken, bauliche Gegebenheiten, Wasserschäden oder andere Feuchtigkeitsquellen können eine Rolle spielen.
Das bloße Überstreichen beseitigt die Ursache eines Schimmelbefalls nicht. Vor einer dauerhaften Überarbeitung sollte geklärt werden, warum die betroffene Stelle feucht geworden ist.
Wenn Schimmel wiederholt an derselben Stelle auftritt, kann beispielsweise eine kalte Oberfläche, eine Wärmebrücke oder eine andere Feuchtequelle dahinterstecken. Eine genauere Untersuchung kann helfen, die Ursache einzugrenzen.
Eine Wärmebildkamera kann Unterschiede der Oberflächentemperatur sichtbar machen und dadurch thermische Auffälligkeiten zeigen. Sie weist Schimmel jedoch nicht direkt nach.
Insbesondere bei wiederkehrendem oder größerem Befall, unklarer Ursache, Feuchtigkeit in Bauteilen oder nach einem Wasserschaden ist eine fachgerechte Beurteilung sinnvoll.
Die Kosten hängen unter anderem von Größe und Art des Befalls, den betroffenen Materialien, der Ursache und dem erforderlichen Sanierungsumfang ab. Nach einer Besichtigung kann der notwendige Aufwand besser eingeschätzt werden.
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